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Kommentar vom 07.02.2019
Dressur – was muss sich ändern? – Ein Kommentar von Wolfgang Leiss
Alle die die Dressur lieben, wollen sie verändern. Diesen Eindruck könnte man gewinnen, wenn man die Veröffentlichungen der letzten Zeit liest.

Aktuelle Dressurreiter, ehemalige Dressurreiter, aber auch selbsternannte Dressurversteher mischen sich ein und preisen die „hehren“ Werte von Schritt, Rückwärtsrichten usw. oder wollen alles verändern.

Die einen verstehen sich als Bewahrer der reinen Dressurlehre, die anderen als fortschrittliche Vordenker.

Ausgangspunkt ist das geringe Interesse der Presse und der Öffentlichkeit an der Nischensportart Dressur und viele Vorschläge zielen darauf ab, die Sportart griffiger zu machen für die Medien, kürzer, schneller, ….. mit einem Wort mehr Aktion, mehr Spektakel.

Der Spagat zwischen Dressur und Spektakel ist nicht zu überbrücken

Nun ist es allerdings schwer Spektakel und Dressur miteinander zu verbinden. Es gibt solche Beispiele, wo das gemacht wird. Ob es allerdings als gelungen bezeichnet werden kann, muss bezweifelt werden.

Zu nennen ist da das Schaulaufen der drei Besten des Nürnberger Burgpokals, Finalprüfung genannt – wo, wie immer betont wird, das Pferdewohl ganz hoch gehängt ist – am Samstag Abend in der Frankfurter Festhalle.

Mit Dressur hat das dann allerdings wenig zu tun, auch wenn so getan wird. Von den Teilnehmern wird eine freie „Kür“ gezeigt, mit 7-9 jährigen Pferden. Die Richter spielen mit und vergeben sogar Noten! Dem Publikum gefällt´s und im Vorteil sind dabei die Deckhengste, wenn welche dabei sind, die solches Spektakel mit lauter Musik und klatschenden Zuschauern von Hengstschauen gewohnt sind.

Die Frage lautet, ist da also nichts zu machen? Soll sich die Dressur in ihre Nische verziehen und halt weiter so machen wie bisher?

Ich glaube, dass es da noch andere Wege gibt

Die Länge einer Prüfung ist sicher ein Problem, allerdings nur, wenn eine wenig qualitätsvolle Vorstellung gezeigt wird, denn dann wird langweilig. Wichtig wäre also nicht ein großes Starterfeld, wo Topleute gegen schwache Paare antreten, sondern Ziel muss sein durch Vorqualifikationen ein mit wenigen Paaren bestücktes Finale zu zeigen, z.B. 6 Teilnehmer, das nur die Top Paare zeigt und so für Zuschauer und Presse interessant ist.

Bei einem Finale mit 6 Teilnehmern, mit Kommentar und Interview des Reiters kann man ein Paket für eine Stunde komprimierten Topsports schnüren. D.h. nicht die Länge der einzelnen Aufgabe ist entscheidend, sondern die Länge der Prüfung, denn kein TV Sender will drei Stunden Dressur übertragen.

An Lektionen einzusparen ist sicher wenig sinnvoll, das haben viele Fachleute lang und breit schon erklärt, darauf will ich nicht eingehen. Das nehme ich mal so hin. Wir alle haben ja verstehen müssen, oder verstanden, welche „Katastrophe“ das Weglassen des Schritts für die Zukunft der Dressurentwicklung haben könnte. Aber wäre es nicht möglich alle Prüfungen mit dem Schritt zu beginnen? Dann kann der Schritt bewertet werden, unterbricht aber nicht die Vorstellung.

Auch Springreiter reiten oft im Schritt in den Parcours ein. Nach dem Schritt könnte die Prüfung ohne Gruß an die Richter starten – auch die Springreiter grüßen kaum noch, wissen sie doch oft nicht wo der Richter der Prüfung sitzt - und so wäre schon ein bisschen Zeit gewonnen. Bleibt abzuwarten, ob der Zeitgewinn die Programmdirektoren der Fernsehsender positiv beeinflusst.

Viel wichtiger wäre es aber den Zuschauern am Viereck und an den Bildschirmen die Regeln und Abläufe näher zu bringen. Ich habe mal einem Sponsor die Dressur versucht näher zu bringen. Dazu haben wir gemeinsam eine Grand Prix Prüfung angesehen und ich habe die Lektionen erläutert. Nach ca. fünf oder sechs Reiter kam die erste Reaktion: „Die reiten ja alle die gleichen Lektionen!“ Soviel zum Allgemeinwissen, was man in der Regel voraussetzen kann.

Für mich und jeden anderen Dressurinteressierten kann die Dressur sehr spannend sein, viel spannender als z.B. Springreiten, denn es gibt in jeder Prüfung viele einzeln bewertete Lektionen (im Grand Prix sind es 37), die von den Richtern Note für Note einzeln bewertet werden. Man kann Fehler machen, aber auch wieder aufholen.

Das Problem dabei ist, ich muss dabei die Lektionenabfolge kennen, ich sollte die Bewertungsrichtlinien kennen und ich muss schon ein fast fotografisches Gedächtnis haben, will ich die Leistungen der Reiter miteinander vergleichen. Ich muss gestehen, das fällt mir auch oft schwer und ich bewundere die Richter, die sich in eine solche Situation bringen.

Problematisch ist auch, dass die Medien oft keinen und der normale fußballaffine Sportreporter selten, einen Zugang zur Dressur hat, also bei der Erklärung der Dressur an Zuschauer nicht hilfreich sein kann. Auch da könnte man ansetzen, indem man den Medien Fachleute zur Verfügung stellt und/oder die Journalisten fortbildet.

Gute und schlechte Beispiele

Um die Dressur interessanter zu machen, muss ich die Dressur als solche nicht verändern. Ich muss das Drumherum verändern. Dazu gibt es viele gute Beispiele, aber auch noch viel Potential nach Oben.

In der Frankfurter Festhalle wird z.B. jeder Ritt des Nürnberger Burgpokals sofort nach Beendigung durch einen Richter kommentiert. Ebenso im Louisdor Preis, ergänzt durch ein Interview mit dem Reiter.

In Bisingen/Hohenzollern - eigentlich ein Springturnier - kommentiert ein Dressurolympiasieger launig und kompetent die Ritte der Grand Prix Reiter vor vollen Rängen. Eine optimale Methode das Verständnis für Dressur zu verbessern.

In Donaueschingen und in der Schleyerhalle kann man, oder konnte man als Zuschauer, per Kopfhörer während des Rittes einen Fachkommentar mithören. Auch hier werden Erklärungen von Fachleuten direkt beim Geschehen abgegeben und das Zuschauen einer Dressur wird zum Erlebnis.

Inzwischen können die Zuschauer vielerorts sich als Richter fühlen und betätigen und Bewertungen des Ritts per App vornehmen. Einzelergebnisse wurden und werden während der Prüfung den Zuschauern auf Videowalls gezeigt. Diese Dinge führen zu mehr Transparenz. Allerdings muss man sagen, dass hier noch viel Potential besteht, die Situation und das Verständnis zu verbessern.

Denn hier hätten die Richter eine wichtige Aufgabe, die darin besteht, die Bewertungsrichtlinien klarer und deutlicher festzumachen. Was wollen die Richter eigentlich sehen? Alle reden von Losgelassenheit und dann werden plötzlich „strampelnde“ spannige Pferde hochgepunktet. Das schafft Unsicherheit und führt nicht zu einer verbesserten Transparenz.

Veranstalter und Verbände könnten sich auch Gedanken machen. Man könnte Prüfungsmodifikationen vornehmen, in der Form, dass z.B. nicht in einer normalen Startreihenfolge gestartet wird, sondern dass immer zwei Reiter gegeneinander antreten und die Sieger sich weiter qualifizieren, wie bei der Vierschanzentournee. Dabei hätte der Zuschauer es viel leichter Leistungen miteinander zu vergleichen und die Spannung bleibt erhalten.

Ganz zum Schluss muss man auch über das Geld sprechen. Ich bin immer wieder erstaunt, wieviel Geld im Springsport im Spiel ist und wie wenig in der Dressur, sind die Dressurpferde doch mit mehr Aufwand auszubilden. Geld schafft Interesse bei den Medien, so platt das auch klingt. Mehr Geld im Dressursport würde ähnliche Effekte nach sich ziehen und mehr Interesse generieren. Aber da sind wir wieder bei der Frage: „Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei.“


Fazit


Veränderungen sind immer notwendig. Stillstand ist Rückschritt. Aber Veränderungen in den Dressurlektionen/aufgaben dürfen nur aus pferdetechnischer Sicht, im Einklang mit dem Wohl des Pferdes erfolgen.

Veränderungen im Prüfungsformat und der Präsentation der Prüfungen, auch Veränderung der Bewertungsformen sind erlaubt und erwünscht, um mehr Transparenz und Verständnis bei den Zuschauern zu erwirken und die Dressur interessanter für die Medien zu machen.
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