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Kommentar vom 05.01.2019
Schaffen wir den Reitsport ab? – Neue Richtlinien in der Schweiz
Ab 2020 soll in der Schweiz der Nasenriemen zwei Zentimeter Abstand am Nasenrücken haben. Diese Regel soll das Pferd davor schützen, dass der Nasenriemen das Pferd schmerzhaft einengt. Bei zwei Zentimeter Abstand liegt der Nasenriemen nicht mehr locker an, sondern hat deutlichen Abstand und hat dadurch keinerlei Wirkung mehr.

Dabei ist in der aktuellen LPO schon enthalten, wie der Nasenriemen verschnallt werden soll. LPO 2018: „Das Reithalfter soll leicht anliegen und darf weder die Atmung beeinträchtigen noch die Maultätigkeit (Kauen) des Pferdes unterbinden.“ Damit ist dem Tierschutz in vollem Umfang Rechnung getragen.

Warum sollte das Reithalfter und damit der Nasenriemen anliegen?

Zusammen mit dem Gebiss und in der Kombination Gebiss und Reithalfter ist der Nasenriemen ein wichtiges Hilfsmittel, um dem Pferd in der Ausbildung zu helfen Balance zu entwickeln, um sich in schöner Selbsthaltung und mit guter, ruhiger und vor Allem sicherer Anlehnung präsentieren zu können. Das Reithalfter, in seinen verschiedenen Ausführungen, ist dazu da den Kontakt zwischen Reiterhand und Gebiss zu optimieren.

Steht der Nasenriemen zwei Zentimeter ab, kann er in der Verbindung mit dem Gebiss keine Wirkung mehr erzielen. Dann kann man ihn auch weg lassen. Mit dem Gebiss allein, kann der Reiter aber nicht einfühlsam genug einwirken, um dem Pferd zu helfen. Ohne Nasenriemen haben Zügel und Gebiss eine deutlich andere Einwirkung, im Zweifel eine negative.

Es ist wie bei den Gerten, Hilfszügeln und Sporen, ja der gesamten Ausrüstung des Pferdes. Entscheidend ist die Art der Verwendung, entscheidend ist die gute Ausbildung der Reiter, die damit umgehen, und ob sie diese Hilfsmittel richtig anwenden können. Das Augenmerk muss auf der Anwendung dieser Hilfsmittel liegen, der Ausbildung der Reiter und nicht auf allfällige Modifikationen der Hilfsmittel, oder dem Verbot derselben.

In der Schweiz stand offensichtlich die populistische Wirkung dieser Regel in den Medien mehr im Vordergrund als die pferdefachliche richtige Beurteilung der Situation.

Der Weg zum Reitverbot ist vorgezeichnet – Ist das eine Abschaffung des Reitsports auf Raten?

Die Ausrüstung des Pferdes wird vermehrt von selbsternannten Fachleuten und populistischen Wichtigtuer als Folterobjekte dargestellt. Hilfszügel wie die Schlaufzügel, ja schon das Hannoversche Reithalter werden als Folterinstrumente dargestellt. Reitgerten und Sporen waren und werden die nächsten kritisierten Hilfsmittel sein, dann wird diskutiert werden, ob Reithalfter und Sattel als solche überhaupt pferdegerecht sind und dass nur noch ohne Sattel, nur mit einem Lammfell und ohne Reithalfter geritten werden darf (!).

Ja, Sie haben es sicher schon selber erkannt, dann ist der Schritte zum Reitverbot nicht mehr weit und das Pferd wird in den Zoo verbannt.

Die FN betreibt mal wieder Vogel Strauß Politik

Auf jeden Post in einem Sozialen Medium zu reagieren, ist sicher nicht angebracht. Wenn aber ein europäischer Reiterverband, der immerhin auch schon mal Welt- und Europameister in der Dressur gestellt hat, solche Wege beschreitet, sollte unser Verband eindeutig und schnell Stellung beziehen und nicht den Kopf in den Sand stecken.

Und es geht nicht nur um die Dressur. Alle Disziplinen sind angesprochen. Leider ist es zur Zeit opportun, dass zuerst mal auf der Dressur rumgehackt wird.

Wahrscheinlich ist die Dressur so im Fokus, weil es zu viele Reiter gibt, die sich als Dressurreiter sehen, nach dem Motto, jeder der in einem Sattel sitzt und ein Pferd lenkt, kann sich als Dressurreiter fühlen. Und so gibt es so viele selbsternannte Fachleute.

Springreiter/Vielseitigkeitsreiter ist aber nur der, der mit seinem Pferd über ein Hindernis kommt, und das schaffen halte relativ wenige und so können sie sich nicht zum Fachmann/frau fürs Springreiten hochstilisieren.

Es ist dringend notwendig, dass alle Disziplinen sich solidarisieren, denn das Motto: „Lieber heiliger St. Florian, verschon mein Haus und zünd andere an.“ wird auf Dauer nicht funktionieren.

Es ist, das muss hier auch mal gesagt sein, erstaunlich, wie solidar die Dressurreiter sich bislang verhalten haben, denn kein Dressurreiter hat, um von sich abzulenken, bisher auf Probleme in den anderen Disziplinen mit dem Finger gezeigt.

Fazit

Die bestehenden Bestimmungen der LPO zum Nasenriemen sind voll und ganz ausreichend, um das Wohlergehen unserer Pferde zu gewährleisten. Ergänzend zu den Bestimmungen müssen diese Regeln natürlich auch von Pferdefachleuten (Richter/Stewards) überprüft werden und das werden sie ja.

Alle Reiter aller Disziplinen sollten sich gemeinsam gegen Tendenzen wehren, die dahin gehen, dass dem Reitsport geschadet wird, oder die dazu führen, dass der Reitsport langsam abgeschafft wird.

Doch zu aller erst sollte die Deutsche Reiterliche Vereinigung eine Strategie entwickeln, wie solche Tendenzen bekämpft werden können, wie gegen die selbsternannten Experten "Fachlaien" vorgegangen werden soll.

Jetzt, und nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.
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