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Kommentar vom 07.09.2018
Bundeschampionate Warendorf 29.08.-02.09.2018: Ergebnisse – Kommentar
Es wurde schon viel berichtet über das diesjährige Bundeschampionat. Eine gute Übersicht über das was in Warendorf abgelaufen ist, bietet die Auflistung des Züchterforums (siehe Anlage). Dabei werden alle qualifizierte Pferde aufgeführt, gekennzeichnet, welche in Warendorf angetreten sind und wer davon die Finals erreicht hat und mit welchem Ergebnis.

Das Bundeschampionat kommt langsam in die Jahre und darf durchaus als einmalige Erfolgsgeschichte angesehen werden. Viele tolle Pferde konnte man wieder bewundern, wobei keines über die anderen herausragte. Das Gesamtniveau der deutschen Pferdezucht ist aber nach wie vor ganz hoch. Trotzdem darf es erlaubt sein einige kritische Überlegungen anzustellen.

Gemachte Pferde – oder natürliche Bewegungen

Immer wieder kommt dem Zuschauer beim Betrachten der vorgestellten Pferde durch z.T. spezialisierte Berufsreiter der Gedanken, wie würde das Pferd mit einem Amateur gehen. Oft hat man den Eindruck es handelt sich um ein „gemachtes“ Pferd.

Gemeint ist, dass das Pferd von Jungpferde Spezialisten speziell auf die Nachwuchsprüfungen vorbereitet werden, oft auch zu einem nicht immer tier- und entwicklungsgerechten frühen Zeitpunkt.

Die Frage ist, wollen wir das? Wollen wir das gemachte Pferd, oder würden wir lieber die „echte“ Bewegungsqualität gezeigt bekommen. Der Endkunde will sicher nicht das „gemachte“ Pferd, also ein Bewegungsqualität, die er nie nachreiten werden kann.

Es gibt wohl kein zurück, aus dieser Sackgasse, bei der Alle das spektakuläre Pferd suchen. Erfreulich wäre es, wenn die Richter – wie beim barren – wenn sie den Eindruck haben, das junge Pferd wird zu sehr manipuliert, dies in den Noten berücksichtigen würden, oder, wenn es zu auffällig ist auch einschreiten würden.

Es gibt auch ein positives Beispiel, allerdings nicht aus dem Dressurbereich: Gentlemen FRH, der Sieger bei den 6 jährigen Vielseitigkeitsprüfungen. So viel Selbstverständlichkeit in der Bewegung, soviel Gleichgewicht mit maximalem Ausdruck, würde ich mir bei einigen erfolgreichen Bundeschampionatsgrößen wünschen.

Auch unter dem Aspekt des Zuchtziels, leichtrittige Pferde zu produzieren, denn das zahlenmäßig größere Käuferanteil sind die Amateurreiter, wäre es angebracht, im Dressursinn „gebarrte“ Schenkelgänger, nicht auch noch zu fördern.

Nicht zu vergessen dabei ist die artgerechte, tiergerechte Behandlung des uns anvertrauten Lebewesen. Unsere Verbände reden gern von tiergerechter Ausbildung, Skala der Ausbildung, usw. Wer aber schon mal ein Pferd fürs Bundeschampionat ausgebildet hat, weiß, dass er, und damit das Pferd, unter enorm großem Zeitdruck steht.

Ziehen die Richter aber das „gemachte“ Pferd, dem natürlichen Talent vor, ist der Weg des zu früh beanspruchten Pferd vorgezeichnet. Ansätze, dass die Richter darauf achten gab es zu beobachten, als von Richterseite während der Reitpferdeprüfungen, Teilnehmer aufgefordert wurden, die Anlehnung zu verändern.

Gibt es zu große Starterfelder?

Um für das Bundeschampionat nominiert zu werden, müssen 5 und 6 jährige Pferde in einer Qualifikation mindestens ein 8,0 erzielen. In diesem Jahr haben 128 5 Jährige und 96 6 Jährige dieses Ziel erreicht.

79 bei den 5 Jährigen sind in Warendorf dann auch angetreten, 55 bei den 6 Jährigen – also ca. 60 % der Nominierten. Der Grund für die Meisten, trotz Qualifikation, nicht in Warendorf anzutreten ist, dass sie sich keine Chance ausrechnen ins Finale zu kommen, denn allein in Warendorf zu reiten ist nur für den Amateur ein Anreiz. Ziel ist eigentlich, das Finale zu erreichen, oder zumindest eine Platzierung im kleinen Finale.

Warum ist das so? Jeder hat es schon erlebet, dass Pferde in „normalen“ Dressurpferdeprüfungen mit hohen 7er Noten gewinnen und tags darauf in der BuCha Qualifikation plötzlich mit einer 8 vor dem Komma glänzen. Das wird allgemein akzeptiert, wobei der Hintergrund oft ein wirtschaftlicher ist. Ein für Warendorf qualifiziertes Pferd hat einen deutlich höheren Marktwert. Das ist ähnlich wie bei den Hengstkörungen, wo auch aus wirtschaftlichen Gründen deutlich zu viele Hengste gekört werden.

Wenn den Pferdebesitzern und den Reitern das bewusst ist, sie dann nicht nach Warendorf gehen, ist der Schaden auch nicht sehr groß. Aber viele gehen ohne wirkliche Chancen nach Warendorf, mit dem Motto „Dabei sein ist alles!“ Nachvollziehen kann man das mit den Noten in der Einlaufprüfung. Nur 22 Teilnehmer, der 79 Starter bei den 5 Jährigen haben eine Note 8,0 oder besser erhalten. Bei den 6 Jährigen waren es 15 bei 55 gestarteten. In beiden Fällen also weniger als 30 %. Wohl gemerkt, das waren alles Pferde die schon mal 8,0 und mehr hatten.

Zwei Möglichkeiten gäbe es die hohe Anzahl der Pferde zu reduzieren, wenn man das wollte. Man könnte die zu erreichende Wertnote auf 8,2 erhöhen. Statt 128 wären nur mehr nur 62 bei den 5 Jährigen startberechtigt gewesen. Nachteil dieser Regelung ist, dass nach kurzer Zeit die Richter der Qualifikationsprüfungen, die ja die gezogene Grenze auch kennen, die Noten nach oben anpassen würden.

Deshalb käme eher die zweite Lösung in Frage. Die Pferde müssten zweimal die 8,0 erreichen. Wieviel dann noch für Warendorf qualifiziert wären kann man schlecht ermitteln. Nachteil wäre, dass man den Pferden noch mehr Prüfungen zumuten müsste.
» Alle Ergebnisse von Warendorf
» Liste des Züchterforums
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