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News vom 17.10.2013
Standardisierung des Schwierigkeitsgrads bei Dressurküren – Neues Bewertungssystem von Katrina Wüst
Als die Kür als Prüfungsform in der Dressurreiterei Einzug hielt, gab es viele Kritiker, weil zu der subjektiven Bewertung von Dressuren nun auch noch nicht vergleichbare Prüfungsabläufe kamen. Trotzdem setzte sich die Kür durch und niemand kann sich heute vorstellen, ohne diese Prüfungsform auszukommen. Die Subjektivität bei der Bewertung von Dressurküren zu mindern, könnte die Einführung von Standardisierungen helfen.

Die Bewertung der technischen Pflichtlektionen bei Dressurküren unterscheiden sich nicht von der Bewertung in Standardprüfungen. Daran gibt es wenig zu verbessern. Die künstlerischen Komponenten , wie die Bewertung Takt/Schwung und Harmonie sind total standardisiert, sind ja eine Zusammenfassung der allgemeinen 4 Schlussnoten Reinheit der Gänge, Schwung, Durchlässigkeit und Reiter] von Choreographie und der Musik bietet wenig Möglichkeiten Standardisierungen anzuwenden.

Anders als die Choreographie oder die Musik, die die künstlerischen Komponenten einer Kür sind , ist der Schwierigkeitsgrad mehr oder weniger ein technisches Bauteil und kann leicht standardisiert werden.

Katrina Wüst präsentiert ein neues Kür-Bewertungssystem

Hier setzt die 5-Sterne Richterin Katrina Wüst an und hat ein neues Bewertungssystem - derzeit noch für den Spitzensport - entwickelt, das die Durchführung von Dressurküren vereinfacht, die Bewertung transparenter macht und durch eine Standardisierung des Schwierigkeitsgrades die Küren besser vergleichbar macht.

Unterstützt wird dieses Bewertungssystem durch ein Computerprogramm das von dem Dressurreiter Daniel Göhlen, Master der Informatik, in Zusammenarbeit mit Katrina Wüst erstellt wurde. Die erste Nagelprobe hat das System schon hinter sich. In einem Probelauf in Warendorf mit Kaderreitern wurde das System getestet und stieß auf breite Zustimmung.

Nächster Schritt wird die Präsentation auf dem Global Dressage Forum in Hooge Mierde/Niederlande am 28.-29 Oktober 2013 sein. Dort wird Katrina Wüst, unterstützt vom FEI Chefrichter Stephan Clarke und Daniel Göhlen das neue Bewertungssystem einem kompetenten Fachpublikum vorstellen.

Das Ziel eines neuen Bewertungssystems ist es, die Transparenz bei der Bewertung von Dressurküren zu erhöhen.

Als erstes braucht man dazu eine Aufstellung aller Schwierigkeiten, gleichsam einen Katalog aller schwierigen, über das Maß der Standardaufgaben hinausgehenden Lektionen, Übergänge und Kombinationen von Lektionen.

Dabei taucht bereits ein großes Problem auf: Es ist schwierig einen Konsens zwischen allen Beteiligten zu erreichen, über das, was schwierig ist und was nicht. Wenn man jedoch zu einer homogenen Meinung kommen will, muss standardisiert werden ... wo immer es möglich ist.

Den Komponenten dieses Katalogs muss nun ein Schwierigkeitsgrad zugeordnet werden: von leicht über mittelschwer bis schwer. Den Reitern/innen muss dabei eine große Auswahl an Möglichkeiten angeboten werden, mit denen sie ihre Kür zusammenstellen können, damit sie wie bisher die für ihr Pferd am besten geeigneten Elemente heraussuchen können. Der Katalog der Lektionen mit der entsprechenden Punktebewertung muss allerdings noch von einer Gruppe von Experten diskutiert und festgelegt werden ... ähnlich wie es in anderen Sportarten immer wieder geschieht.

Keinesfalls darf ein solcher Katalog als Hilfe für die Schaffung einer zu schwierigen Kür verstanden werden, um höhere Noten zu erzielen.
Die Kür muss stets im Gleichgewicht sein , wobei das Wohlergehen des Pferdes Vorrang hat!

Wie kann der Schwierigkeitsgrad erhöht werden?

Der Reiter kann mit folgenden Elementen den Schwierigkeitsgrad erhöhen:
• Schwierigere Lektionen, wie z.B. doppelte Pirouetten
• Schwierige Übergänge , die nicht in den jeweiligen Standard-Aufgaben enthalten sind wie z.B. aus dem Halten direkt in die Passage (oft nicht erkannt oder "belohnt" von den Richtern)
• Schwierige Kombinationen von Lektionen
• Schwierige Linienführung / Positionen, die die Ausführung der Lektionen erschweren
• Geeignete Wiederholungen der Lektionen / Überschreiten des Minimum ( z.B. mehr als 1x10 Schritte Piaffe, mehr als 1 x 20 m Passage )
• Zügel einhändig führen

Ab wann ist ein Kür schwierig?

Nach Angaben der FEI Richtlinien für die Beurteilung des Schwierigkeitsgrads einer Kür ist die Wertung für den Schwierigkeitsgrad 6.0 , wenn nur die grundlegenden Anforderungen erfüllt sind, d.h. jede Pflichtlektion nur einmal so gezeigt wird, wie es der Kür-Notenbogen verlangt: z.B. fünf Zweierwechsel, einmal 10 Tritte Piaffe etc.

Aufbauend auf diesem Basis -Wert von 6.0 kann der Reiter/in Bonuspunkte für jede Schwierigkeit gemäß Katalog erhalten, allerdings nur, wenn er diese Schwierigkeit für mindestens eine 7, d.h. für ein "ziemlich gut" gezeigt hat. Misslingt eine Schwierigkeit, und die Lektion wird mit einer Note unter 6 bewertet, so erhält er einen dementsprechenden Abzug.

Bei Ausführungen, die mit 6 oder 6,5 (mittel/neutral) bewertet werden ergibt es keinen Bonus bzw. kein Minus
Durch dieses Bonus-Malus-System soll verhindert werden, dass der Reiter seine Kür mit Schwierigkeiten überfrachtet und damit sich und vor allem sein Pferd überfordert.

Wie funktioniert das System für den Reiter/in?

Die Reiter/innen haben Zugriff auf eine Anwendung/Computerprogramm , das die Gangarten , alle in der Kür möglichen Lektionen und Übergänge enthält. Wenn der Reiter/in eine misslungene Lektion wiederholen will (z.B. eine Serie von fliegenden Wechseln ) kann er einen "Joker" setzen, um an dieser Stelle eine Chance auf eine Korrektur zu haben.

Der Reiter/in stellt seine Choreographie wie bisher zusammen - jetzt allerdings elektronisch - und speichert sie ab. Das System ist so einfach, dass es jederzeit geändert werden kann, und das mit nur wenigen Mausklicks.

Wie funktioniert dieses System auf einer Veranstaltung?

Die Reiter/innen bringen ihre Musik sowie ihre individuelle Choreographie auf einer CD oder einem USB Stick mit auf die Veranstaltung . Der Veranstalter druckt pro Reiter 5 einzelne Bewertungsbögen (Richterbögen) die jetzt einem Aufgabenblatt einer Standardprüfung ähneln und überträgt elektronisch die einzelnen Bewertungsbögen auf die Computer in den Richterhäusern.

Der Richter bewertet die Kür nach Einzelnoten wie bei einer normalen Prüfung, anhand der für den Reiter/in ausgedruckten Bewertungsbögen. Der Schreiber/Rechenstelle gibt die Wertnoten ein, wie sie der Richter vergeben hat. Nach der letzten Lektion, Halten Grüßen, werden sowohl die technische Gesamtnote als auch der Wert für den Schwierigkeitsgrad automatisch berechnet und in % angegeben. Dass die Noten für den technischen Teil schon während der Prüfung eingegeben werden können, stellt eine große Zeitersparnis bei der Bekanntgabe des Ergebnisses dar.

Was ist neu für die Reiter?

Der Reiter/in muss sich die Mühe der gründlichen Analyse seiner Kür Choreographie machen und diese nieder schreiben und in ein Computerprogramm eingeben. Er wird davon profitieren, dass bislang nicht wahrgenommene Schwierigkeiten in seiner Kür nun von den Richtern erkannt werden und er wird von einer gerechteren und transparenteren Bewertung seiner Kür profitieren.

Was ist neu für die Richter?

Der Richter kann mehr Aufmerksamkeit auf die schwierigen Übergänge und Kombinationen legen (sie werden zusätzlich abgefragt). Die Vergabe der technischen Noten ist dabei einfacher, da er aufgrund der speziell für die jeweilige Kür ausgedruckten Notenbogen schon weiß, was kommt.

Da die Note für den Schwierigkeitsgrad vom Computerprogramm generiert wird , hat er mehr Zeit für die anderen künstlerischen Noten . Darüber hinaus braucht er sich nicht mehr an alle Lektionen oder Kombinationen zu erinnern und diese bezüglich ihres Schwierigkeitsgrades gegeneinander abzuwägen.

Vorteile für den Veranstalter?

• Mehr Transparenz für die Zuschauer ( offen Scoring /Angabe von Zwischenwertungen möglich )
• TV-Kommentatoren wissen, was kommt und können spektakuläre Bewegungen im Voraus ansprechen
• TV-Kommentatoren können erkennen, wo die Reiter Punkte gewinnen bzw. verliert
• JSP kann tätig werden
• Das System ist viel schneller und liefert die Ergebnisse prompter

Vorteile für den Sport?

• Ein Katalog von Lektionen mit entsprechender Bewertung ergibt eine klare und objektive Standardisierung von dem, was von allen Beteiligten als schwierig angesehen wird.
• Die Reiter/innen werden mehr Aufmerksamkeit auf die Ausführung der Übergänge / Kombinationen ( wo sie Bonuspunkte bekommen ) legen, was ihr technisches Reiten noch präziser machen wird. Außerdem können sie aus dem Katalog Ideen für ihre Choreographie entlehnen und verschiedene Kombinationsmöglichkeiten bereits am Computer durchspielen. Der Kür wird der "Ruch" des allzu Subjektiven genommen; die Bewertung erfolgt nach besser nachvollziehbaren Kriterien.
• Die Dressur wird moderner und holt den Vorsprung von anderen Sportarten wie Turnen oder Eislaufen im Hinblick auf die Transparenz der gezeigten Lektionen auf.
Das wichtigste Kriterium:
Bei allen Vorteilen des vorgestellten Systems wird Katrina Wüst allerdings nicht müde zu betonen, dass es das Hauptkriterium für die Beurteilung des Schwierigkeitsgrades einer Kür bleiben muss, dass die gezeigten Lektionen und die Fähigkeiten von Pferd und Reiter in ein gutes Gleichgewicht gebracht werden.
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